Im Mittelpunkt der Therapie stehen die Ziele des Klienten. Es geht darum, neue Sichtweisen zu ermöglichen und bisher verschüttete Fähigkeiten und Stärken wieder zu entdecken (Res- sourcenorientierung), mit deren Hilfe die aktuellen Schwierigkeiten gelöst werden können.

Die Systemische Therapie verfügt über eine Vielzahl eigenständiger Methoden. Neben den speziellen Frageformen und den Interventionen sind dabei vor allem die Familienaufstellung und die Genogrammarbeit zu nennen.

therapie in den 40er Jahren des ver- gangenen Jahrhunderts in den USA und entwickelte sich bis in unsere Zeit kontinuierlich weiter. Für die Anfangs- jahre sind sicherlich Virginia Satir, Gregory Bateson, J. Haley und Paul Watzlawick als Wegbereiter für die Systemische Familientherapie zu nen- nen.

Über die sehr wichtige Mailänder Schu- le (70er Jahre) und das Heidelberger Modell (80er Jahre) mit Helm Stierlin entwickelte sich die Familientherapie bis in die Gegenwart zur Systemischen Therapie. Neuere Modelle beschäftigen sich u. a. mit der Mehrgenerationen- perspektive oder der Lösungsorien- tierung.

Als Säulen der Systemischen Therapie werden folgende Inhalte bezeichnet:

  1. Ressourcenorientierung, d. h. wir legen in unseren Therapien den Blick auf Fähigkeiten und Stärken unserer Klienten, die wiederum be- nötigt werden, um aktuelle Schwie- rigkeiten und Krisen zu meistern.

  2. Symptombedeutung, d. h. wir se- hen Symptome (darunter verstehen wir z. B. Krankheiten, auffälliges Verhalten, bestimmte Beziehungs- muster, ...) als die im Augenblick noch sinnvollste Antwort unserer Klienten auf bestimmte Lebenszu- sammenhänge.

und Probleme.

Die Systemische Therapie verfügt au- ßerdem über eine Reihe sehr spezieller Methoden. Neben den Fragetechniken und den Interventionen ist dabei besonders die Familienaufstellung und die Arbeit mit dem Genogramm (eine besondere Technik, die mit einer Art Stammbaum, Beziehungsmuster und Ressourcen aufdecken kann) zu nen- nen. Außerdem arbeiten wir in der Paartherapie und der Familientherapie immer zu zweit (Co-Therapie). Diese Form ist ein besonderes Angebot und hat sich als äußerst hilfreich erwiesen.

selbst, die eigenen Verhaltensmuster und familiären Bindungen zu erfahren, sein.

Auch in Situationen der Trauer, Ablö- sung und Einsamkeit kann eine sys- temische Therapie einen Schritt in die richtige Richtung bedeuten. Wir legen den Schwerpunkt unserer Therapie nicht allein auf die Ursachen der Schwierigkeiten sondern auch auf be- stimmte Lebenszusammenhänge. Darin steckt die Chance, lange eingeübte Verhaltens- und Beziehungsmuster sich anzuschauen und gegebenenfalls Ver- änderungen anzugehen. Häufig erken- nen dann die Menschen in der Rück- schau, dass ohne Krise eine Veränder-

ung für sie nicht machbar gewesen wäre.

Die Systemische Therapie mit Einzel- personen ist eine sehr erfolgreiche Me- thode, denn sie verfügt über gute Techniken auch andere (abwesende) Personen in den Therapieverlauf mit einzubeziehen.

Wir bieten Unterstützung beim Entwi- ckeln neuer Sichtweisen und Perspek- tiven und bei der Erweiterung des Handlungsspielraumes. Gemeinsam su- chen wir nach ihren Lösungen, damit sie ihre eigenen Stärken und Fähig- keiten wieder wahrnehmen können.

In vielen Paarbeziehungen kehrt nach Jahren der besonderen Zuwendung der Alltag ein, es prickelt nicht mehr wie am Anfang der Beziehung, ein Ge- fühl der Leere kommt auf, die Sexu- alität wird als nicht mehr befriedigend wahrgenommen und manche Partner fragen sich: soll es das gewesen sein? Auch in diesen Phasen kann eine Paar- therapie dabei unterstützen, neue In- halte für die Beziehung zu finden oder gegebenenfalls die richtigen Entschei- dungen zu treffen.

Die Herkunftsfamilie spielt in vielen Partnerschaften eine nicht zu unter- schätzende Rolle. Auch als Erwachsene tragen wir das Bild von Partnerschaft in

uns, das uns in der Herkunftsfamilie vorgelebt wurde. Manchmal führen diese Verhaltensmuster - wie eine Partnerschaft gelebt wird - nach Jahren zu großen Spannungen. Dann ist es unserer Erfahrung nach sehr hilfreich, sich über ein Genogramm oder eine Familienaufstellung intensiv mit den Herkunftsfamilien der Partner zu be- schäftigen. Ziel dieser Arbeit ist es die eigenen Wurzeln besser zu verstehen (und natürlich die des Partners) und eine gewisse Versöhnung mit dem Erlebten zu erreichen.

Wenn es in der Therapie gelingt, die Ressourcen der Paarbeziehung heraus zu arbeiten, dann kann aus der Krise

Wir begleiten Familien darin ihre ei- genen Lösungen zu finden. Besonders wenn leibliche und nicht-leibliche Fami- lienmitglieder zusammenleben, sind in der Anfangsphase Schwierigkeiten keine Seltenheit. Diesen neu zusam- mengesetzten Familien bieten wir Un- terstützung, um die erhöhten Anfor- derungen im Alltag bewältigen zu kön- nen.

Eine Familientherapie kann aber auch in vielen anderen Situationen hilfreich sein, so z. B. wenn eine Trennung der Eltern bevorsteht, durch Krankheit, Tod oder Verlust des Arbeitsplatzes schwerwiegende Veränderungen in der Familie stattfinden. Auch bei Jugend-

lichen oder erwachsenen Kindern - und den damit verbundenen belastenden Situationen - bietet eine Familien- therapie den geeigneten Rahmen, um nach Erklärungsmustern und Lösungen zu suchen.

In unseren Therapien machen wir immer wieder die erfreuliche Erfahrung, dass in jeder Familie Ressourcen schlummern und zu entdecken sind. Mit Hilfe dieser Fähigkeiten (die manchen Familien gar nicht bewusst sind) lassen sich Lösungen finden und sind er- staunliche Entwicklungen zu beobach- ten.


ten Familienmitglieder lassen sich häufig erstaunliche Erkenntnisse ge- winnen. Familiäre Beziehungen werden durch die Familien aufstellung bildhaft und somit erfahrbar gemacht. Vieles was man z.B. früher in seiner Familie nicht verstanden hat, kommt wieder an die Oberfläche, und es entsteht die Möglichkeit, neu damit umzugehen.

Innerhalb einer Familienaufstellung wird auch immer an einer Lösungs- skulptur gearbeitet. Diese beschreibt einen Lösungsweg, wie die darge- stellte Situation aufgelöst werden kann. Es ist uns an dieser Stelle be- sonders wichtig zu betonen, dass die- ser Lösungsweg nur eine Möglichkeit

darstellt und nicht von uns The- rapeuten vorgegeben wird, sondern aus der Familienaufstellung heraus entsteht. Die von uns praktizierte Methode der Familienaufstellung ist wenig direktiv und somit unserer Mei- nung nach deutlich mehr den Grund- lagen von Systemischer Therapie ver- bunden als z.B. der Ansatz nach Hellinger. Wir stellen keine Behaup- tungen auf, sondern versuchen der Individualität eines jeden Familiensys- tems gerecht zu werden.

Besonders wichtig ist für uns auch ein Nachbereitungstermin, da unserer Er- fahrung nach die Aufstellungen in den folgenden Wochen manches bewegen

Harald Kuhrt - Jahrgang 1964
Systemischer Therapeut (SG)
Dipl.-Sozialarbeiter (FH)
Jugend- und Heimerzieher

Ute Winkler - Jahrgang 1961
Systemische Therapeutin (SG)
Dipl.-Sozialarbeiterin (FH)

Cornelia Gemmrich - Jahrgang 1959
Systemische Therapeutin (SG)
Systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin
Dipl.-Sozialpädagogin
Industriekauffrau

Kosten

Die Systemische Therapie ist eine Form der Kurzzeittherapie und daher (im Vergleich zu anderen Therapieformen) relativ kostengünstig. Eine Erstattung durch die Krankenkassen ist noch nicht möglich.

Die Kosten betragen für 60 Minuten Euro 68,- (Stand 1.7.09).

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